Bisherige Lösungen

In Katastrophengebieten sind die Betroffenen in der Regel von der Außenwelt abgeschnitten und durch die zerstörte Infrastruktur oft unerreichbar. Bisher erfolgt die Rettung und Versorgung mit Hubschraubern, Flugzeugen und die Weiterverteilung mit LKW. Hubschrauber sind allerdings sehr teuer und in Nutzlast, Reichweite und Einsatzdauer stark begrenzt. Mit Flugzeugen erreicht man nur einen Flughafen, sofern dieser nicht zerstört wurde oder unter Wasser steht. Das Umladen der Hilfsgüter von Flugzeugen auf LKW ist sehr zeitaufwendig. Außerdem können LKW nur langsam fahren und kommen nur so weit, wie Straßen überhaupt noch befahrbar oder vorhanden sind. Teilweise müssen LKW sogar eingeflogen werden, wodurch weniger Hilfsgüter transportiert werden können.

Das neue Hilfskonzept

Bisher vergehen oft bis zu 7 Tage, bis die Hilfe tatsächlich in den Händen der Hilfsbedürftigen ankommt.
Das ist entschieden zu lang.

Durch den Einsatz der Rettungsluftschiffe sind wir in der Lage, das Zeitfenster zwischen der Alarmierung und dem Eintreffen der ersten großen Mengen Hilfsgüter massiv zu verkürzen.

Alle aktuell genutzten Transportmöglichkeiten sind an einen Flughafen oder eine intakte Infrastruktur gebunden. Unsere Rettungsluftschiffe sind zu keiner Zeit und unter keinen Umständen darauf angewiesen und können das Ziel damit direkt anfliegen. Da die Hilfsgüter auch nicht umgeladen werden müssen, verkürzt sich die Zeit bis zum Eintreffen bei den Bedürftigen enorm. Auf dem Rückflug können schon Überreste einer zerstörten Infrastruktur mitgenommen und entsorgt oder Menschen evakuiert werden. Das ermöglicht einen erheblich schnelleren Wiederaufbau.

Die Rettungsluftschiffe sind durch ihre Hubschraubereigenschaften infrastrukturunabhängig. Sie benötigen kein Bodenpersonal oder Lastenausgleich und können Tag und Nacht auch bei Sturm (bis Windstärke 9) be- und entladen. Dazu kommt eine enorme Nutzlast, die je nach Luftschiff zwischen 10 und 500 Tonnen liegt. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Luftschiffe technisch so ausgelegt sind, dass sie auch in der Nacht starten dürfen. Dadurch wird wieder eine Menge an Zeit gewonnen.

All das ist möglich, weil unsere Luftschiffe ursprünglich aus einem alten Auftrag der Deutschen Bundesmarine von 1987 stammen.

Der Auftraggeber forderte :

Absolute Allwettertauglichkeit
Starts und Landungen bis Windstärke 9 (Sturm)
Geschwindigkeiten über 200 km/h
Hubschraubereigenschaften

Diese Anforderungen wurden tatsächlich erreicht. Die technische Gesamtlösung wurde durch mehrere luftfahrttechnische Institutionen geprüft, Einsatzfähigkeit und Realisierbarkeit wurden bestätigt. Der damalige Hersteller der Luftschiffe (nicht die Bundesmarine) hatte bis zum Zeitpunkt des Niedergangs von Cargolifter bereits mehrere Millionen Euro investiert, zog sich dann aber selbst vom Markt zurück, um nicht Gefahr zu laufen, dass man mit dem Untergang von Cargolifter auch die enormen Eigenschaften dieses Luftschiffs in Frage stellt.

Die Vorentwicklung und Designphase, bis hin zur statischen Simulation, sowie die Vorarbeiten zur dynamischen Simulation wurden erfolgreich abgeschlossen.

Dem Vorstand der Airship Rescue liegen die entsprechenden Expertisen schriftlich vor, deren Inhalt in Telefonaten mit den damaligen Entwicklungsleitern nochmals mit Nachdruck bestätigt wurden. Eine dieser Expertisen wurde auf unseren Wunsch 2014 erneuert und sogar um den Zusatz „Mit diesen Eigenschaften ist das Flugschiff auch für nichtmilitärische Einsätze, z.B. im Katastropheneinsatz, besonders gut geeignet.“ ergänzt.

Die Rettungsluftschiffe erhalten eine rettungsspezifische Ausstattung, die sich je nach Einsatzzweck schnell und flexibel anpassen lässt.